Inzwischen tauchen immer mehr sogenannte Superfoods auf, gerade jetzt zur kalten Jahreszeit versprechen viele ein stärkeres Immunsystem, ein fröhlicheres Gemüt oder mehr Vitalität. Das Marketing der Superfoods zeigt auf jeden Fall Wirkung, denn die Regale in den Supermärkten sind voll mit Chia-Samen, Acai-Beeren, Matcha-Tees und Co. Bei genauerem Hinsehen fällt einem schnell auf, dass viele dieser tollen Nahrungsmittel sehr exotisch sind, vielleicht wirken sie gerade deshalb auf uns so verführerisch, doch erstens ist es weder sehr Nachhaltig und zweitens bin ich der Meinung, dass wir durchaus tolle heimische Lebensmittel mit genauso vielen Superkräften, wie die Beeren und Samen aus z.B. Südamerika haben. Daher stelle ich euch, passend zum Advent, die nächsten 24 Tage jeden Tag ein neues heimisches Superfood vor, welches mit einer oder sogar mehreren Superkräften eine positive Auswirkung auf unseren Körper hat.

Türchen # 1

Walnüsse

Leider haben Nüsse manchmal einen schlechten Ruf, aufgrund ihres hohen Fett-Gehaltes, doch genau damit punktet die Walnuss. Kaum eine andere Nuss enthält so viele gesunde Omega3 Fettsäuren. Die positiven Fette in der Walnuss helfen uns sogar beim Senken des Cholesterinspiegels. Somit müssen wir keine Bedenken haben, wenn wir diese  Nüsse naschen. 

Weiters besitzen Walnüsse viele Antioxidantien, die unseren Körper vor freien Radikalen (den Bösewichten) schützen. Das Risiko für zahlreiche Krankheiten, wie Arteriosklerose, Herz-Kreislauferkrankungen oder Entzündungen, kann somit verringert werden. 

Das ist aber noch nicht alles, Walnüsse liefern nämlich auch noch hohe Mengen an Vitaminen (B, E, Folsäure) und Mineralstoffen (Kalzium, Magnesium, Zink) und sorgen mit ihren Ballaststoffen für eine gesunde Darmflora.

Die Walnuss hat demnach wirklich den Titel SUPERFOOD verdient!

Egal, ob im Joghurt, Porridge, auf dem Salat oder einfach pur, lasst sie euch schmecken! 

(Eine Handvoll Nüsse pro Tag wirkt sich auch trotz hohem Kaloriengehalt nicht negativ auf eure Figur aus!)

Türchen # 2

Sauerkraut

Wer hätte das gedacht, eines unserer ältesten Gerichte, als Superfood. Vielleicht in den letzten Jahren etwas vernachlässigt behandelt, doch bereits Hildegard von Bingen (12.Jhd) wusste über die heilenden Kräfte des fermentierten Weißkrauts bescheid. Damals wurde das Sauerkraut zum Kurieren vieler Krankheiten, wie Durchfall, Gicht oder auch Wurmbefall genutzt. 

Besonders die vielen Milchsäurebakterien, welche durch das Fermentieren entstehen, sind eine Wohltat für unsere Magen-Darm-Flora. Diese "guten" Bakterien, stärken, schützen und reinigen uns von innen heraus. Sie helfen uns bei der Verdauung, aktivieren unser Immunsystem und wirken unterstützend bei der Nahrungsverwertung. Das wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Körpermitte aus, wir fühlen uns insgesamt einfach wohler und gesünder. 

Zusätzlich zu den zahlreichen Milchsäurebakterien, enthält Sauerkraut viel Vitamin C, weshalb es gerade jetzt zur kalten Jahreszeit eine Unterstützung für unsere Abwehrkräfte ist. 

Noch einen positiven Nebeneffekt hat das Superkraut, es unterstützt uns nämlich auch noch beim Abnehmen. Wer also ein paar Kilos verlieren möchte (eventuell nach der Weihnachtszeit) sollte auf das kalorienarme und heilsame "Wunderkraut" zurückgreifen. 

Regional-Saisonal und noch dazu günstig!

Das Sauerkraut, mit seinen zahlreichen positiven Auswirkungen auf unseren Organismus, unser Immunsystem und unser Wohlbefinden, ein Superfood durch und durch!

Türchen # 3

Leinsamen

Es müssen keine Flohsamenschalen aus Indien oder Chiasamen aus Südamerika sein, wir haben auch in unserer Region tolle Samen. Leinsamen haben eine genauso hervorragende Wirkung und können ebenfalls vielseitig eingesetzt werden.

Leinsamen, am besten geschrottet, haben eine regulierende Wirkung auf unsere Darmtätigkeit. Durch ihren hohen Ballaststoffgehalt wirken sie in unserem Darm als Quellmittel, sie sind verdauungsfördernd und haben eine gute Sättigungswirkung. Dadurch schützen sie uns zusätzlich vor Heißhungerattacken. Neben den ca. 25% Ballaststoffen enthalten die Samen etwa 30-45% Fett, natürlich das gute. Es besteht hauptsächlich aus Linol-und Linolensäure, letzteres gehört zu den Omega-3 Fettsäuren, welche mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. 

Damit die Leinsamen ihre volle Wirkung entfalten können, sollte man über den Tag verteilt genug Wasser trinken, denn ohne Flüssigkeit können sie in unserm Darm nicht aufquellen.

Ihr Einsatzgebiet ist beinahe Grenzenlos, egal ob Joghurt, Porridge, Salat, Brot, Kuchen, Panade, sogar als Ei-Ersatz können sie verwendet werden.

Kleine Samen große Wirkung!

Türchen # 4

Grünkohl

Ich konnte lange Zeit mit diesem tollen Wintergemüse nichts anfangen, aber bereits nach meinem ersten Versuch etwas tolles damit zu Kochen, war ich ein Fan davon. Oft fällt es einem gerade in der Winterzeit schwer regionales und leckeres Gemüse zu verarbeiten, in dem Fall kann gerne auf Grünkohl gesetzt werden.

Grünkohl versorgt uns unter anderem mit viel Vitamin C (er besitzt mehr als die meisten Obstsorten z.B doppelt so viel wie Orangen) und verfügt über weitere wichtige Antioxidantien. Ihnen wird ein Schutz vor Herzkrankheiten, Entzündungsvorgängen und sogar Krebs nachgesagt. 

Zudem hat Grünkohl laut einer Studie einen positiven Einfluss auf unseren Cholesterinspiegel, da er das gute HDL-Cholesterin ansteigen lässt und das schlechte LDL-Cholesterin  sinken lässt.

Grünkohl besteht etwa zu 85% aus Wasser, sorgt durch seine Ballaststoffe aber trotzdem für eine gute Sättigung.

Da Vitamine nicht sehr hitzebeständig sind, sollte der Kohl nur kurz blanchiert werden, nicht gekocht oder ihr genießt ihn einfach mal roh in einem grünen  Smoothie.

Türchen # 5

Heidelbeeren

Sie sind nicht nur lecker, sie haben eine tolle Wirkung!

Entscheidend für ihre "Superkräfte" ist unter anderem die intensive Farbe, der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyane weist einen hohen gesundheitlichen Wert auf. Seine Wirkung umfasst entzündungshemmende, herzschützende und antikanzerogene (krebsschützend) Eigenschaften.

Bei Bewohnern eines Altersheim beobachtete man durch den täglichen Verzehr von Heidelbeeren sogar eine Verbesserung des Erinnerungs-und Denkvermögens. 

Da der Glykämische Index sehr gering ist, lassen die kleinen Beeren unseren Blutzuckerspiegel nur moderat ansteigen, somit wirken  sie sich positiv auf unsere Insulinsensibilität aus, was in einer Zeit, in der Zucker beinahe überall vorkommt, sehr wichtig ist!

Mit Vitaminen (E und C) können Heidelbeeren natürlich auch dienen. Durch das Einfrieren der Früchte sinkt der Vitamingehalt übrigens kaum, daher können wir auch außerhalb der Beerensaison von ihren guten Eigenschaften profitieren.

Getrocknete Heidelbeeren sind ein altbewehrtes Hausmittel gegen Durchfall, hilft sowohl Mensch als Tier.

Ihr seht in den kleinen blauen Beeren steckt noch viel mehr als nur ein hervorragender Geschmack!

Türchen # 6

Äpfel

Heute kommt der Nikolaus und der bringt bekanntlich Apfel, Nuss und Mandelkern. Die positiven Eigenschaften der Walnuss haben wir bereits kennen gelernt, heute sehen wir uns die Äpfel an.

Äpfel sind voller Flavonoide und anderer sekundärer Pflanzenstoffe, die unserem Körper besonders gut tun, da sie die körpereigene Abwehr unterstützen. Äpfel sollten am besten mit Schale verzehrt werden, da sich in und knapp unter Schale gesundheitsfördernde Stoffe befinden, die Pektine, welche für eine gesunde Darmflora sorgen. 

Äpfel lassen, genau wie die Heidelbeeren, unseren Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, weshalb sie sich positiv auf unsere Insulinausschüttung auswirken und nicht nur vor Heißhungerattacken schützen sondern auch vorbeugend gegen eine Insulinresistenz wirken. Das gilt allerdings nur, wenn man den Apfel roh isst, als Mus, Smoothie oder Saft gelangt der Zucker viel schneller in unser Blut, daher schnellt unser Blutzuckerspiegel dann leider doch sehr rasant in die Höhe. 

Äpfel, neben den Nüssen, das Superfood im Nikolaussackerl, mit so viel Unterstützung wird dann unser Körper auch leicht mit der weniger gesunden Schokolade fertig ;-)

Türchen # 7

Hagebutte

Hinter dem siebten Türchen von unserem Adventkalender mit heimischen Superfoods stecken die Hagebutten.

Hagebutten sind bei vielen als Herbstdeko beliebt, noch etwas mehr hätten wir von der roten Superfrucht, wenn wir sie essen oder trinken würden.

Hagebutten sind Früchte, die mit großen Abstand den höchsten Vitamin C Gehalt von allen Obst und Gemüsesorten besitzen. Sie enthalten zum Beispiel 10 Mal mehr, als Brokkoli oder Grünkohl und beinahe 30 Mal so viel, wie eine Orange oder Zitrone (das ist tatsächlich kein Scherz)

Vitamin C stärkt unsere Abwehrkräfte und unterstützt unser Immunsystem, eine starke Abwehr gegen Viren und Bakterien schadet nie, besonders zur kalten Jahreszeit, wenn viele erkältet sind, können wir mit diesen Vitamin C Bomben unseren Körper optimal vor einer eventuellen Ansteckung schützen.

Ihre intensive rote Farbe erhalten sie von einem sekundären Pflanzenstoff, der zusätzlich als Antioxidans wirkt.

Getrocknete Hagebutten können das ganze Jahr über als Tee genossen werden. Am besten trocknet man die Früchte an der Luft, da im Ofen durch die Hitze Vitamine verloren gehen, ob im Ganzen oder zerkleinert kann jeder für sich entscheiden.

Den Früchten wird außerdem durch ihren Vitamin B1 Gehalt eine beruhigende, stressreduzierende Wirkung nachgesagt. 

Ich würde mal sagen, Tee trinken und sich eine Auszeit vom Alltag nehmen schadet nie, mit Hagebutten-Tee tun wir unserer Gesundheit zusätzlich etwas Gutes.

Türchen # 8

Brennnessel

Die grüne Wildpflanze findet man sehr häufig, jedoch meidet man den Kontakt mit ihr eher, aufgrund der Brennhaare. Durch den richtigen Umgang mit der Brennnessel, verliert diese ihre unangenehme Wirkung und wir können von den positiven Inhaltsstoffen profitieren.

Der Brennnessel werden viele pharmakologische Wirkungen nachgesagt unter anderem zählen folgen Eigenschaften dazu: entzündungshemmend, antioxidativ, schmerzlindernd, immunstärkend, blutdrucksenkend, herzschützend, anti-infektiös, harntreibend. Das alleine macht die Wildpflanze meiner Meinung nach schon zu einem Superfood.

Doch auch in der Küche ist sie vielseitig einsetzbar und glänzt mit einem sehr hohen Eisengehalt, viel Vitamin C und A, sie enthält Calcium (viel mehr als Milchprodukte) und doppelt so viel Magnesium wie eine Banane.

Die Blätter schmecken nicht nur als Tee sondern auch im Salat oder als Brennnessel-Spinat, in einem Smoothie oder einer Suppe machen sie sich ebenfalls gut. Am besten übergießt man sie mit heißem Wasser, dann verlieren die brennenden Nesseln ihre Wirkung. Auch die Samen der Pflanze können gegessen werden. 

Türchen # 9

Brokkoli

Ich mag Brokkoli sehr gerne, weil er mir einfach super gut schmeckt! Aber in den kleinen grünen Bäumen steckt noch viel mehr, als nur ein toller Geschmack. 

Sowohl der hohe Ballaststoffgehalt als auch der hohe Wassergehalt sorgen für eine lange Sättigung und durch die niedrige Kaloriendichte kann er beim Abnehmen helfen. Der Brokkoli hat einen geringen Kohlehydratanteil und insbesondere der niedrige Zuckergehalt ist verantwortlich für eine sehr niedrige bis keine Insulinausschüttung und unser Körper profitiert zusätzlich vom hohen Proteinanteil. 

Der Brokkoli versorgt uns außerdem wieder mit Vitaminen und Mineralstoffen. Eisen, Zink und Kalzium sowie Selen, Vitamin C und E, besitzt er in höheren Mengen, gleichzeitig scheint sich der Verzehr positiv auf unseren Cholesterinspiegel auszuwirken. 

Ebenfalls erwähnenswert sind natürlich die sekundären Pflanzenstoffe, die sich mit ihren gesundheitsfördernden Eigenschaften sehr positiv auf unser Wohlbefinden auswirken.

Ich würde sagen ein Superfood durch und durch!

Türchen # 10

Knoblauch

Knoblauch liefert hohe Mengen an Kalium und Selen und moderate Mengen an Zink und Eisen, er enthält Vitamin C und auch etwas B1&6. 

Auch der Knoblauch besitzt viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, dadurch hat er eine stabilisierende Wirkung auf unser Herz-Kreislaufsystem, senkt die Blutfettwerte und verbessert Bluthochdruck.

Eine aufkommende Erkältung kann durch den Verzehr von rohem Knoblauch reduziert werden, da er als natürliches Antibiotikum wirkt und Bakterien und Viren zerstört.

Einen kleinen negativen Effekt hat die Wunderknolle dann leider trotzdem, den Geruch. Der sich nicht nur in unserem Atem festsetzt sondern auch in unseren Poren, daher helfen Hausmittel wie Ingwer, Joghurt oder Minze nur bedingt.

Da darf man der Gesundheit zu liebe, dann halt nicht so streng sein ;-)

Türchen # 11

Kürbiskerne

Gepresst ergeben die kleinen Kerne das "grüne Gold" aus der Steiermark, das Kürbiskernöl. Das Öl wird mittlerweile wegen seines guten Geschmacks nicht mehr nur für Salate verwendet auch mit einem Vanilleeis harmoniert es zum Beispiel hervorragend.

Kürbiskerne bestehen fast ausschließlich aus Fett und das ist auch gut so, denn mehr als 80% bilden die ungesättigten Fettsäuren (also die Guten), sie wirken sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel aus. Die Kerne enthalten viel Vitamin E, was für eine hohe antioxidative Kapazität spricht. Alleine durch eine Portion von 10 ml Öl können bereits rund 20% des täglichen Bedarfs an Vitamin E gedeckt werden. Weiters versorgen sie uns mit Zink, Magnesium, Selen und etwas Vitamin A.

Das war natürlich noch nicht alles, um den Titel Superfood zu verdienen, benötigt es noch etwas mehr Superkräfte.

Kürbiskerne besitzen eine präventive Wirkung auf Blasenbeschwerden. Frauen, die öfters mit Blasenentzündungen zu tun hatten, kennen diesen Effekt vielleicht, falls nicht, unbedingt ausprobieren. Neben den Cranberries ein hervorragendes pflanzliches Heilmittel. Auch sagt man den grünen Kernen eine schützende Wirkung auf die Prostata. 

Kürbiskerne können übrigens auch als Sprossen verwendet werden. Dazu einfach 8-12 Stunden lang einweichen, das Wasser wird dann abgegossen und  die Kerne werden täglich 2-3x gewässert. Die Sprossen am besten schnell genießen, da sie nach einigen Tagen einen bitteren Geschmack bekommen. 


Türchen # 12

Rote Bete / Rauna

Rauna gehört definitiv zu den schmackhaften Wintergemüsesorten, die wir in unseren Regionen besitzen. 

Die rote Knolle besitzt zwar, wenn man ehrlich ist, von keinem Nährstoff herausstechen viel, dafür kann sie mit einem sehr umfangreichen Gehalt punkten. In ihr enthalten sind C und B Vitamine, Folsäure auch Eisen, Zink und Selen liefert uns die rote Bete. 

Sie ist also nicht nur sehr vielfältig in der Küche einsetzbar sondern liefert uns auch eine Vielzahl an wichtiger Inhaltsstoffe.

Der Farbstoff Betanin, durch den die Pflanze ihre intensive rote Farbe bekommt, zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen. Dieser unterstützt das Herz-Kreislaufsystem und beugt somit Herzkrankheiten vor. Dem Rauna wird weiters ein positiver Effekt auf unsere Blutgefäße und unserem Blutdruck nachgesagt.

Sportler sollten ebenfalls zu diesem Wintergemüse greifen, da ein regelmäßiger Konsum die Bildung der Mitochondrien (das sind die Kraftwerke unserer Zellen) verbessert. Mehr Mitochondrien bedeutet mehr Leistung. Daran sollten wir auch im Alter denken, denn wer mehr Kraftwerke in den Zellen besitzt, der altert langsamer und fühlt sich insgesamt vitaler. 

Auch der Fettstoffwechsel wird durch einen hohen Mitochondrien Anteil verbessert, somit können alle die abnehmen möchten zusätzlich profitieren.

Die Power Knolle enthält also viel Gutes und zusätzlich kaum Kalorien.

Türchen # 13

Holunder

Es ist die dunkle Farbe der kleinen Beeren, die einem sofort ins Auge sticht und wie so oft, ist es genau dieser Farbstoff (Polyphenol) der eine besonders gesunde Wirkung auf unseren Körper hat.

Holunder wirkt oxidativen Stress entgegen und verspricht somit eine positive Wirkung auf Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Immunsystem und in der Krebsprävention. 

Die dunklen Früchte werden auch zur Vorbeugung und Heilung von Grippesymptomen eingesetzt, da sie durch ihren Vitamin Gehalt unser Abwehrsystem unterstützen. 

Sie enthalten die Vitamine B & E+ Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium.

Roh sollte man den Holunder allerdings nicht verzehren, da sie in größeren Mengen Magenschmerzen verursachen können. Am besten genießt man sie als Röster, Gelee, Tee oder Saft. 

Türchen # 14

Kren

Die alten Griechen schätzt ihn als Aphrodisiakum, die Seefahrer bekämpften mit der Wurzel den gefürchteten Skorbut. Was die Volksheilkunde schon lange weiß, wurde auch durch moderne Studien und die Wissenschaft bestätigt. Kren hat für unsere Gesundheit viel zu bieten.

Senföle sind für die Schärfe in der Wurzel verantwortlich und sie sind es auch, die uns beim Reiben Tränen in die Augen treiben und unsere Nase zum Laufen bringt. Doch das ist nicht ihre einzige Wirkung auf uns, Senföle sind aus gesundheitlicher Sicht sehr wertvoll. Ihnen wird unter anderem eine krebshemmende Eigenschaft zugeschrieben. 

Die Wunderknolle soll auch eine antibakterielle Wirkung haben und so die Heilung unterschiedlichster Beschwerden (z.B. Zahnschmerzen) unterstützen.

Mit einem hohen Vitamin C Gehalt kann der Kren ebenfalls dienen genau so wie mit Zink und Folsäure.

Türchen # 15

Haferflocken

Hafer gibt nicht nur Pferden ordentlich Power sondern auch uns. 

Haferflocken liefern einen hohen Kohlenhydratanteil, bei wenig Fett und moderaten Mengen an Proteinen. Wobei uns der Hafer mit positiven Kohlenhydraten versorgt, nämlich wenig Zucker und dafür viele Ballaststoffe. Ballaststoff klingt im ersten Moment, wie etwas negatives, doch diese unverdaulichen Kohlenhydrate sind eine wahre Wohltat für unsere Darmflora. Außerdem sättigen sie lange und halten unseren Blutzuckerspiegel konstant.

Haferflocken liefern so gut wie alle B-Vitamine und zusätzlich Vitamin E und K. Darüber hinaus enthalten sie sehr viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Selen, Eisen, Zink und Kupfer.

Die kleinen Flocken wirken sich weiters positiv auf uns unseren Cholesterinspiegel aus und senken das Risiko für Herzkrankheiten, Blutdruckbeschwerden und arterielle Entzündungen.

Das gilt allerdings nur für naturbelassene Haferflocken, eine fertige Müslimischung ist leider oft mit sehr viel Zucker versetzt worden und wirkt sich somit eher negativ auf unseren Körper aus. Am besten man mischt sich selber ein gesundes Müsli aus Haferflocken, Nüssen und Samen oder achtet beim Kauf eines fertigen genau auf die Zutatenliste, um von den positiven Eigenschaften der Haferflocken voll profitieren zu können.

Da sie uns mit Kohlenhydrate versorgen und uns wie den Pferden Kraft geben, sollten Haferflocken eher in der ersten Tageshälfte genossen werden oder nach längeren Sporteinheiten. Am Abend brauchen wir meistens nicht mehr so viel Energie, daher auch keinen Hafer. 

Türchen # 16

Spossen und Keimlinge

In Sprossen stecken ganz viele wichtige und gesundheitsfördernde Nährstoffe, da die Samen im Stadium des Keimens am meisten Kraft und Energie brauchen. Nie wieder wird der Nährstoffgehalt einer Pflanze so hoch sein, wie in dieser Wachstumsphase und von diesen kleinen Kraftpaketen können auch wir profitieren.

Auch die Proteinzusammensetzung im Keim ändert sich in diesem Stadium, der Gehalt an essentiellen Aminosäuren (lebenswichtige Eiweiß-Bausteine) steigt und von dieser hohen Qualität an Eiweiß kann auch unser Körper einen hohen Nutzen ziehen.

Sprossen und Keimlinge enthalten außerdem viele B-Vitamine, Mineralstoffe wie Eisen und Zink und natürlich eine Menge sekundärer Pflanzenstoffe, die sich in vielerlei Hinsicht positiv auf unsern Organismus auswirken.

Keime und Sprossen lassen sich aus Samen, (Kresse, Rettich, Brokkoli, ... ) Getreide (Dinkel, Weizen, Buchweizen,...)  sowie aus Hülsenfrüchte ziehen. 

Die kleinen Powerpflänzchen können auf ganz unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Sie mach sich gut in Salaten, auf einem Butterbrot oder in Suppen, aber auch zu einem Brotaufstrich können sie gemischt werden oder als hübsche Dekoration mit Mehrwert auf warmen Speisen.

Viel Spaß bei der winterlichen "Gartenarbeit" , beim Ernten und vor allem Genießen der Sprossen.

Türchen # 17

Buttermilch

Um die Milch kursieren immer wieder viele Gerüchte, einmal ist sie sehr wichtig für unser Wachstum und die Knochen, ein anderes Mal heißt es, sie sei ein schlechtes Lebensmittel, ruft Allergien hervor und verschleimt unser Inneres.

Bevor ich zur Buttermilch komme, kurz die Fakten zur Kuhmilch: Ihr Gehalt an Kalzium, welcher sich so positiv auf unsere Knochen auswirken soll, ist moderat. Mandeln besitzen doppelt so viel und manche Gemüsesorten noch viel mehr (Brennnessel, Gartenkresse, Grünkohl, Rucola,...), also für unsere Knochen brauchen wir die Milch nicht unbedingt. Auch mit einem hohen Vitamin Gehalt kann sie eher nicht punkten. Ich persönlich sehe die Sache simple, wem die Milch schmeckt und wer sie gut verträgt soll sie in moderaten Mengen genießen und jemand der nach einem Glas Milch mit der Verdauung oder ähnlichem zu kämpfen hat, sollte besser darauf verzichten. Nur eines sollte man sich bewusst machen, wir Menschen sind das einzige Lebewesen, dass nach der Stillzeit weiterhin Muttermilch trinkt und das auch noch von einer anderen Spezies.

In einem sind sich dann aber doch viele Ernährungswissenschaftler einig, Buttermilch mit ihren unzähligen Milchsäurebakterien hat durchaus einen sehr positiven Einfluss auf unsere Darmflora. 

Diese guten Bakterien können sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall  zu einer Regulierung beitragen. Weiters hat eine gesunde Darmflora einen sehr hohen Einfluss auf unser gesamtes Wohlbefinden und unseren Gesundheitszustand. Wir benötigen einen intakten Darm, um all die gesunden Nährstoffe aus unserer Nahrung überhaupt aufnehmen zu können. 

Dabei gilt, wie bei allen tierischen Produkten, je besser es der Kuh geht und je gesünder ihr Futter desto besser auch die daraus hergestellten Lebensmittel. 

Türchen # 18

Fenchel

Auf die weiße Knolle wird leider oft vergessen, was sehr schade ist, denn in ihr stecken viele Nährstoffe und ätherische Öle, letztere geben der Pflanze nicht nur ein unverwechselbares Aroma sondern unterstützen auch den Magen und die Verdauung. Sie können zum Beispiel Übelkeit, Schmerzen und Krämpfe sowie Blähungen lindern.

Fencheltee wird auch gerne für Babys verwendet, da er bei den typischen Dreimonatskoliken hilft. Doch auch Frauenbeschwerden lindert er erfolgreich.

Im Fenchel stecken kaum Kalorien, dafür umso mehr Vitamine. Er besitzt eine hohe Menge an Vitamin A (wichtig für die Funktion der Haut und Schleimhäuten) Vitamin E (Schutzfunktion) und C, wodurch auch er uns sicher durch die Erkältungszeit bringt, außerdem K und einige B-Vitamine

Weiters versorgt uns die Knolle mit Eisen und Folsäure.

Das Gemüse kann sowohl roh als auch gekocht verarbeitet werden. Besonders gut schmeckt es in Suppen oder zu gedünstetem Fisch, aber auch Soßen können damit gewürzt werden. Roh würde ich ihn zum Beispiel in einen Salat geben.

Die Fenchelsamen wirken besonders gut im Brot oder Gebäck, da sie ähnlich wie der Kümmel für eine leichtere Verdauung sorgen.

Ihr seht, es gibt zahlreiche Gründe, um der Knolle mehr Beachtung zu schenken.

Türchen # 19

Giersch

Jeder hat ihn schon gesehen, aber kaum einer erkennt ihn als Superfood. Im Garten wird er eher als Unkraut bezeichnet, doch bevor man ihn das nächste Mal vernichtet, sollte man den Giersch zunächst etwas mehr Beachtung schenken.

Durch seine vielversprechenden Inhaltsstoffe, darf er ruhig auf dem Teller landen, anstatt auf dem Kompost.

Lange bevor der Spinat gegessen wurde, war der Giersch ein beliebtes Wildgemüse. In alten Naturheilkundebüchern wird die Pflanze auch als "Zipperleinkraut" beschrieben, also ein Mittel gegen allerlei Wehwechen. Sein Eigenschaften sind weitreichend, so hat er eine entzündungshemmende, antibakterielle, harntreibende und kräftigende Wirkung.

Er gilt als wahres Vitamin C Wunder und auch an Vitamin A besitzt er mehr als die meisten gezüchteten Gemüsesorten. Eines haben Wildpflanzen noch unserem Kulturgemüse voraus. Da sie allerlei Naturgewalten ausgesetzt sind und sich vielen Einflüssen widersetzten müssen, um zu überleben, strotzen sie gerade so vor Kraft und Energie. Dadurch besitzen sie oft noch mehr von den überaus gesunden sekundären Pflanzenstoffen, die sich so positiv auf unseren Körper auswirken, dass sie uns möglicherweise sogar vor verschiedenen Krebssorten beschützen.

Mit dem Giersch kann man Salate verfeinert, Suppen ergänzen oder zum Würzen verwenden, ähnlich wie Petersilie.

Also in Zukunft lieber freudig Ernten anstatt sich über die Wildpflanze zu ärgern.

Türchen # 20

Pastinaken

Pastinaken können ähnlich wie Kartoffeln verwendet werden, nur haben sie den Vorteil viel mehr an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente zu besitzen und sind zusätzlich kalorienärmer. Pastinaken zählen auch zu den typischen Wintergemüsesorten, die uns gesund und kräftig durch die kalte Jahreszeit bringen.

Sie versorgen uns mit Kalium, welches wir für unser Nervensystem und unsere Muskeln brauchen und sie besitzen ähnlich viel Eisen, wie rote Rüben. 

Zahlreiche wichtige B-Vitamine stecken in den Pastinaken, und Spurenelemente wie Selen, Jod, Folsäure und reichlich Zink. Gerade bei Selen, Folsäure und Zink wird leider häufig ein Mangel festgestellt. 

Der hohe Ballaststoffgehalt hält uns lange satt und wirkt sich positiv auf unsere Darmgesundheit aus.

Im Gegensatz zu den Kartoffeln können Pastinaken übrigens auch roh, wie eine Karotte, gegessen werden.

Türchen # 21

Sanddornbeeren

Die kleinen orange-gelben Früchte bestehen zu 23% aus Samen, zu 68% aus Fruchtfleisch und 8% Schalenanteil. Alle drei Komponenten gelten als gesunde Quelle für Proteine, essenzielle Fettsäuren und positive Kohlenhydrate, in Form von Ballaststoffen. 

Doch viel herausstechender sind die wahnsinnig hohen Mengen an Vitamin C, E und A, die Sanddorn besitzt. Keine heimische Frucht besitzt mehr Vitamin A und auch der Vitamin C Gehalt ist nur durch die Hagebutte zu toppen. 

Auch mit Mineralstoffen versorgt uns diese Frucht, so enthält sie moderate Mengen an Calcium, Magnesium und Eisen, sowie eine gute Menge an Folsäure.

Viele bemerkenswerte Eigenschaften beruhen auch bei der Sanddornbeere wieder auf den Flavonoiden (sekundäre Pflanzenstoffe), insbesondere deren antioxidative Wirkung. Diese beugen unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen vor und verbessern die Fähigkeit unserer Blutgefäße.

Anscheinen lässt die Wunderbeere auch die Lust auf Süßigkeiten schwinden, wäre gerade zur Weihnachtszeit auf jeden Fall einen Versuch wert.

Türchen # 22

Fisch

Fisch ist in vielerlei Hinsicht sehr gesund und sollte daher mindestens 1x pro Woche auf unseren Tellern landen. Fische können sehr fettreich sein und trotzdem wirken sie sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel und die gesamte Gesundheit aus, denn ihr Anteil an den guten ungesättigten Fettsäuren ist besonders hoch. Omega 3 zählt zu den essenziellen (=lebenswichtig) Fetten, da sie unser Körper nicht selber produzieren kann, müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen. 

Noch etwas außergewöhnliches hat der Fisch an sich, das überaus wichtige Vitamin D (von dem viele Menschen leider einen Mangel haben). Dieses Vitamin wird zum Teil von unserem Körper selber produziert, mit Hilfe von Sonnenlicht, wir können es aber auch unterstützend über die Nahrung aufnehmen, allerdings liefern nur sehr wenig Lebensmittel dieses Vitamin, Fisch ist eines davon. Wir benötigen Vitamin D für unsere Knochen, denn nur wenn wir genügend davon besitzen, kann ausreichend Kalzium aufgenommen werden. 

Das viele Eiweiß im Fisch ist ein Fitmacher und sorgt dafür, dass wir ihn auch am Abend ohne schlechtem Gewissen verspeisen können, da er sehr leicht verdaulich ist. 

Auch hier gilt: je naturbelassener das Tier desto besser für uns.

Türchen # 23

Wasser

Vielleicht ein etwas ungewöhnliches Lebensmittel unter den Superfoods, doch ich finde, gerade in Österreich gehört Wasser zu den besonders guten Nahrungsmitteln. Nicht viele Länder haben das große Glück, Wasser einfach aus der Leitung trinken zu können, wir haben es und sollte das auch nutzen. 

Wasser besitzt natürlich keine besonderen Nährstoffe, doch es hat die überaus wichtige Funktion unseren Körper mit genügend Flüssigkeit zu versorgen (er besteht immerhin zu ca. 60% aus Wasser) und uns von innen zu reinigen. Da Wasser das einzige Getränk ist, welches nicht zuerst verstoffwechselt werden muss, kann unser Körper direkt und zu 100% davon profitieren. 

Wer zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, muss mit Mangelerscheinungen, Stoffwechselstörungen und anderen gesundheitlichen Problemen rechnen. Kopfschmerzen sind zum Beispiel ein häufiges Anzeichen für einen Flüssigkeitsmangel. 

Etwa 2 Liter Wasser sollten es, über den Tag verteilt, im Idealfall sein.

Türchen # 24

Honig

Heute öffnen wir unser letztes Türchen und hinterm dem verbirgt sich bekanntlich immer etwas Besonderes. 

Der Honig gehört definitiv zu den Süßspeisen und sollte daher auch nicht in großen Mengen verzehrt werden, trotzdem hat er einiges zu bieten und darf sich daher in die Superfood-Liste einreihen. 

Der Honig wurde seit jeher zur Behandlung diverser Krankheiten eingesetzt und ist als Heilmittel bekannt. Wie viele andere Heilkräuter wirkt auch der Honig sowohl von außen als auch von innen. Das klebrige Gold wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, deswegen bietet es sich auch an offenen Wunden und Verletzungen mit Honig zu bestreichen. 

So wie er auf äußere Wunden heilend wirkt, so verhält es sich auch von Innen. Denn das Süße Wundermittel schützt uns vor Viren, Bakterien und auch Pilzinfektionen.

Weiters verfügt Honig über zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, B-Vitamine und Zink.

Ich würde sagen, unter den Süßspeisen gehört Honig zu den Guten, der uns, in Maßen genossen, vor unerwünschten Eindringlingen schützt und äußere Wunden heilt.

Noch etwas Wichtiges zum Abschluss:

Genießt die Feiertage, schlemmt ohne schlechtem Gewissen, lasst es euch gut gehen und genießt diese Zeit, mit üppigem Essen, leckeren Keksen und gehaltvollen Getränken. 

Ausschlaggebend für einen gesunden und fitten Körper ist nicht die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, sondern die Zeit zwischen Silvester und Weihnachten. 

Wer das ganze Jahr auf sich und seinen Körper acht gibt, der kann sich eine Woche davon Urlaub nehmen, ohne etwas zu riskieren :-)

Frohe Weihnachten

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